Get to know me ^-^

In ihrem ersten Blogbeitrag stellt sich Fabienne Schoch anhand von Bildern aus dem Public Domain Image Archive vor und erzählt von ihrem Interesse an Kunstvermittlung, kollektiven Praktiken, Natur und Essen als Medium des Austauschs. Ein persönlicher Einblick zum Start im HEK-Team.

Heute ist bereits mein dritter Arbeitstag im HEK als Mitarbeiterin in der Vermittlung. Die Vermittlung ist im HEK von besonderer Bedeutung, um durch eigenständige Formate und Beiträge relevante Themen an der Schnittstelle von Medien, Kunst und Gesellschaft zu vertiefen. Als Kunstvermittlerin ist es mir ein besonderes Anliegen, die Kulturinstitution für ein breites Publikum zugänglicher zu machen und allen Interessierten, unabhängig von Vorwissen oder Hintergrund, Teilhabe zu ermöglichen.

Als eine meiner ersten Aufgaben, wurde ich von Isabella Maund (ebenfalls HEK-Vermittlerin) gebeten, mich anhand von Bildern aus der  Public Domain Image Archive (check it out!) kurz vorzustellen. Normalerweise rede ich nicht so gerne über mich selbst, aber ich denke, es ist eine schöne Idee, wenn man sich ein etwas persönlicheres Bild zu einem Namen machen kann. 

Also, mein Name ist Fabienne Schoch und ich habe diesen Sommer 2026 mein Bachelor Studium in Vermittlung von Kunst und Design an der HGK in Basel abgeschlossen. Davor habe ich bereits an der Universität Kunstgeschichte und Medienwissenschaften studiert, habe aber gemerkt, dass mich der praktische Ansatz, sich mit Kunst auseinanderzusetzen, mehr interessiert. Dies war auch der Grund, warum ich mit vier meiner Mitstudentinnen und vor allem Freundinnen im Oktober 2024 das NEXUS Collective gegründet habe, welches seitdem einen grossen Teil meines Lebens eingenommen hat. Wir haben einen gewissen Drang verspürt aktiv zu werden, gewisse Sachen anders zu machen, und dies mit der Hauptmotivation, Menschen zusammenzubringen. Das Kollektiv verfolgt einen transdisziplinären Ansatz, mit dem momentanen Fokus auf Essen als Medium und Werkzeug, um politische, soziale und ökologische Themen zu beleuchten. Mein Hauptinteresse liegt dabei im transformativen Potential von kollektiven Praktiken und dem Schaffen von Räumen, die Austausch fördern und Menschen zusammenbringen.

Damit dieser Beitrag nicht eine langweilige Auflistung meines CVs wird, finde ich die Idee, mich anhand intuitiv ausgesuchter Bilder vorzustellen, eine süsse Idee:

“Quaint Dessert Dishes” in American Homes and Gardens (1911)

Dieses Bild habe ich ausgewählt, da ich Tiere mag und Tiere aus Früchten mich an meine Kindheit erinnern. Im Kindergarten hat meine Kindergartenleiterin in den Pausen manchmal Krokodile aus Karotten oder Gurken und Schwäne aus Äpfeln geschnitzt. Scheinbar hat mich das als Kind echt beeindruckt, da ich mich ansonsten kaum noch an Erlebnisse aus dieser Zeit erinnern kann. Vielleicht hat dieses Erlebnis sogar meine Freude am Kochen und Essen mit beeinflusst.

 

East of the Sun and West of the Moon, illustrated by Kay Nielsen (1922 edition)

Diese Illustration aus East of the Sun and West of the Moon (1922) hat mich wegen des “gloomy thick wood” besonders angesprochen. Der Wald spielt in meinem Leben eine wichtige Rolle, da ich mich inmitten von Bäumen und Sträuchern wohler fühle als umgeben von Gebäuden und Strassen. Der Wald ist ein Ort an dem ich zur Ruhe kommen kann und der mir Hoffnung schenkt. Ich würde ja auch behaupten, dass ich in einem anderen Leben ein Waldtier gewesen sein muss, vermutlich ein Eichhörnchen. Gut organisiert, jedoch oft ein bisschen gestresst (dann hilft der Wald).

 

Seaweed from Charles F. Durant’s Algae and Corallines of the Bay & Harbor of New York (1850)

Dieses Bild habe ich ausgewählt, da mich die Verbindung von Kunst und Wissenschaft seit einiger Zeit fasziniert. In meiner Bachelorarbeit habe ich mich zusammen mit Mira Mercan (auch im NEXUS Collective) mit Mikroorganismen und deren Wichtigkeit sowohl für die Fermentation als auch für funktionierende Ökosysteme auseinandergesetzt. Durch eine essbare Ausstellung wollten wir die Aufmerksamkeit der Teilnehmer:innen auf diese unsichtbaren Akteur:innen richten. Würde ich nochmals ein Studium beginnen, wäre es vermutlich Umweltwissenschaften.

 

Images from Japanese Design Magazine Shin-Bijutsukai (1902)

Diese wunderschöne Illustration aus dem japanischen Design Magazin Shin-Bijutsukai aus dem Jahr 1902 hat mich durch die Kreaturen, die die Vase schmücken, angezogen. Auch die grafisch reduzierte Art der Darstellung gefällt mir sehr gut. Vermutlich trifft es meinen Geschmack als gelegentliche Tätowiererin, da ich für meine Flashes auch eher simple Designs bevorzuge, die dennoch etwas mystisches haben.

Als neue Mitarbeiterin in der Vermittlung freue ich mich sehr auf alle Herausforderungen, die noch auf mich zukommen werden, wie ich meine Ideen in die Erarbeitung von Vermittlungsformaten einbringen kann und bin gespannt, was ich im gegenseitigen Austausch von der HEK-Community lernen werde.

Hier noch zwei Möglichkeiten einander IRL kennenzulernen:

Familientag HEK x KHBL während Kunsttage am So. 30. August, 14:00 – 17:00 im HEK

NEXUS Event “Encountering Localities” findet am Sa. 22. August, 14:00 – 18:00 auf dem Bäumlihof Feld bei der Plankton Gemüsekooperative in Riehen statt. Die Veranstaltung ist im Rahmen der Ausstellung Angelica Mesiti. Reverb im Tinguely Museum.
Anmeldung unter nexus.collective@immerda.ch, Deadline 17.8.26

Würde mich freuen, ein paar neue und bekannte Gesichter zu sehen :^)